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Hubble-Teleskop fängt das bunte Feuerwerk ein, das der gewaltsame Tod eines Sterns hinterlässt

Die farbenfrohen, hauchdünnen Überreste des gewaltsamen Todes eines Sterns leuchten wie ein Feuerwerk auf einem spektakulären Bild, das von dem ehrwürdigen Weltraumteleskop der NASA aufgenommen wurde.

Die Trümmer befinden sich in der Großen Magellanschen Wolke, einer Satellitengalaxie der Milchstraße, und bilden zarte Blätter und verschlungene Fäden in Orange und Blau. Die beeindruckenden Stränge auf dem Bild des Hubble-Weltraumteleskops sind die Überreste einer Supernova, einer gewaltigen Explosion, die ausgelöst wird, wenn ein massereicher Stern das Ende seines Lebens erreicht.

Die stellaren Überreste mit der Bezeichnung DEM L 19 oder LMC N49 befinden sich etwa 160.000 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild Dorado und sind der hellste Supernova-Überrest in der Großen Magellanschen Wolke, schreiben die Hubble-Wissenschaftler in einer Erklärung.

Das Licht dieser Explosion wäre vor Tausenden von Jahren über die Erde geschwemmt worden, und die Platten und feinen Seile aus Material, die die Supernova hinterließ, werden schließlich zu den Bausteinen der nächsten Generation von Sternen in der Großen Magellanschen Wolke.

Die 75 Lichtjahre breite Supernova-Trümmerwolke war jedoch nicht alles, was die Explosion hinterließ. Wissenschaftler glauben, dass sich hinter dieser glühenden Materialwolke ein schnell rotierender Neutronenstern verbirgt, der entstand, als der Kern des explodierenden massereichen Sterns unter dem enormen Druck seiner eigenen Schwerkraft kollabierte.

Die Masse dieses Neutronensterns ist etwa so groß wie die der Sonne oder größer, aber sie ist auf die Fläche einer Stadt verdichtet; sie ist sogar so dicht, dass ein Teelöffel des Materials im Inneren des Neutronensterns 4 Milliarden Tonnen (3,6 Milliarden Tonnen) wiegen würde. Das ultradichte stellare Objekt dreht sich alle 8 Sekunden, und sein Magnetfeld ist etwa eine Billiarde Mal stärker als die Magnetosphäre der Erde.

Astronomen entdeckten diesen Neutronenstern im Jahr 1979, als er einen dramatischen, hochenergetischen Gammastrahlenausbruch erzeugte. Seitdem hat er mehrere weitere Gammastrahlenausbrüche ausgesandt, so dass er jetzt als „weicher Gammastrahlenwiederholer“ eingestuft wird. Schnell rotierende Neutronensterne mit starken Magnetfeldern, die Strahlung wie dieser ausstoßen, werden auch als Pulsare bezeichnet.

Das neue Bild wurde anhand von Daten aus zwei separaten Untersuchungen von DEM L 19 erstellt, von denen eine mit der inzwischen außer Dienst gestellten Wide Field Planetary Camera 2 des Hubble-Weltraumteleskops durchgeführt wurde. Ziel dieser ersten Untersuchung war es, zu untersuchen, wie Supernova-Überreste mit dem interstellaren Medium – dem dünnen Staub zwischen den Sternen – in der Großen Magellanschen Wolke interagieren. Insbesondere wollte das Team wissen, wie kleine Gas- und Staubwolken den Supernova-Überrest dazu bringen, sich zu entwickeln und seine Struktur zu verändern.

Das Ziel der zweiten Untersuchung war es, den in der Wolke verborgenen Gammastrahlen-Repeater zu studieren.

Dies ist nicht das erste Mal, dass der Öffentlichkeit ein beeindruckendes Bild von DEM L 190 präsentiert wird. Im Jahr 2003 veröffentlichten Wissenschaftler ein Hubble-Bild, das den Supernova-Überrest als Rauchwolke und Funken zeigt.

Das neue Bild verbessert das vorherige Bild, indem es zusätzliche Daten einbezieht und fortschrittliche Bildverarbeitungstechniken nutzt, was zu einem noch auffälligeren Foto führt.

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